KX3 und HFP1 im SOTA Einsatz von Emil, DL8JJ

Servus Peter und Nick,

ich habe wie geplant am WE zwei noch nicht aktivierte Gipfel im Hessen erfolgreich aktivieren und es war sehr schön und vor allem erfolgreich!.

Dank Eurem Sponsoring und der HFP-1 habe ich die Möglichkeit die Antenne live zu nutzen und testen.

Ich habe mir am Freitag ein Fotostativ von Hama (Traveler Compakt PR 278) besorgt und umgebaut. Ich habe den Anschluss der HFP-1 direkt an dem Stativ befestigt und somit wurde eine leichte und sehr solide Konstruktion geworden. Den Stativkopf und die ANT Unterlage nutze ich nicht. Damit sind ca. 400 g gespart. Die Antenne passt auch in der Tasche des Stativs und alles passt wunderbar.

Ich habe auch  noch meine G5RV (40-10m) auf einem Spiethmast dabei gehabt und immer wieder damit verglichen.

Ich habe beide ANT über Coax Switch umgeschaltet und so konnte ich schnell die Unterschiede merken.

Ich habe die Spule auf 40m die Antenne ganz grob, ohne zu messen! eingestellt und über den KX3 internen Tuner getuned. Ich habe von 7.000 bis 7,075 so gefunkt. Ich bin nicht rausgegangen um die Spule zu verändern. Es war mir viel zu kalt und zu  windig. Im Schlafsack war kuschelig und der KX3 Tuner hat es einfach getuned.

Die große Überraschung war als ich mich entschieden habe die Nacht am 14 zu 15.02.2014 am ARRL DX Contest mit 5 Watt und 40m mitzumachen.

Die Antenne (wohl bemerkt ohne Änderungen oder Nachbesserungen) hat prima funktioniert. Für 6,5 Stunden sind ganze 70 QSOs mit USA und Canada entstanden!  Das war auch mein persönlicher SOTA-DX-Rekord. Ich war nur auf 40m QRV und konnte die condx genau von 23.30 am 14.02.2014 bis 07.30 am 15.02.2014 mit verfolgen.

Viele OMs aus Übersee haben nach dem ersten oder zweiten Ruf geantwortet. Die Antenne hat besser als die G5RV für DX funktioniert.

Beim Umschalten konnte ich praktisch keine Änderung der Signalstärke im Empfang merken. Das war sehr erfreulich.

Am nächsten Tag auf dem zweiten Berg (Hochberg, DM/HE-535) war es andersrum. Im Nahbereich, DL und nah EU hat die G5RV etwas (1 S-Stufe) besser funktioniert.  Aber ich wurde auch ohne Probleme mit der HFP-1 gehört. Und das zählt am Ende des Tages. Coax habe ich ca. 10m  RG58 benutzt.

Mechanisch ist die Antenne OK, es müssen aber meiner Meinung nach kleine Verbesserungen vorgenommen werden:

Ich habe sofort eine zusätzliche Schraube am Fuß der Antenne und der Winkelbefestigung montiert. Damit ist 100% sicherstellt, dass die Antenne nicht umkippt, falls sich die Schraube lösen sollte. Die Befestigung der Radials ist nicht gut. Ich habe diese durch einen 4mm Bananenstecker und Einbaubuchse ersetzt – Es geht schneller, sichererer und auch mit Handschuhen ohne Probleme. Am Ender der Radials möchte  ich etwas dranmachen, damit sie nicht beim starken Wind wegfliegen und sich um das Stativ verknoten. Das sind aber Kleinkramm-Dinge und die sind schnell  umgesetzt.

Mit dem Foto Stativ ist die Antenne eine super sexy SOTA-Anordnung geworden. Klein, leicht und funktioniert prima.

80m konnte ich nicht probieren. Next timeJ

Der einziger Nachteil ist (in meinem Fall), dass die Antenne beim Bandwechseln immer wieder neu eingestellt werden  muss. Ich betreibe SOTA Extrem, ich bleibe lange Zeit auf dem Gipfel mit Zelt und Proviant und raus und rein ins Zelt ist immer mit Aufwand verbunden.

Man kann nicht auf die Schnelle das Band wechseln im Vergleich mit einer z.B.G5RV ANT, wo ein Bandwechsel im Nu gemacht wird in dem man mit dem RIG Tuner schnell abstimmt, ohne an die ANT ran zu müssen. Das ist aber kein Beinbruch!

 Fazit: Ich bin von der Antenne überzeugt.  Ich werde bestimmt noch mehr Erfahrungen sammeln und berichten. Die Antenne lohnt sich alle Male.

Ich weiß es nicht wie viel besser die Antenne sein wird, wenn man längere Radials , einen längeren Stab (z.B. MFJ 1954 3m), oder das Beta Match  nutzen würde, aber wenn die Unterschiede so groß sein sollten wie in manche Foren berichtet wird, dann wird die ANT noch unschlagbarer für solche Unternehmungen, wie Fieldday oder SOTA. Ich werde diese Verbesserungsvorschläge bei Gelegenheit probieren.

Auf  dem Schneefernerkopf wäre HFP-1 die bessere Lösung gewesen, denn dort den Spiethmast aufzustellen war nicht so leicht und mit mehr Aufwand verbunden war. Mit der HFP-1 wäre ich schneller gewesen. Allerdings hätte ich zwei drei Mal zum Bandwechsel rausgehen müssen.

Ich kann diese Antenne wärmstens empfehlen.

Paar Bilder von der Aktion am WE unter mein Homepage, Rubrik SOTA. Der OM Klaus, DG4FBC war auch dabei und er konnte sich live von der ANT und ihrer Performance überzeugen. www.dl8jj.darc.de

Cu, vy 73 de DL8JJ, Emil

8jjhfp1_1 8jjhfp1_1-Bearbeitet 8jjhfp1_2